Für eine Welt mit Zukunft!

Die Folgen der neoliberalen Globalisierung wie Armut, Perspektivlosigkeit, permanente Missachtung der Menschenrechte, massive Veränderung des Klimas, globale Umweltzerstörung sind keine Naturgesetze, sondern ergeben sich aus politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen.

Ausgehend von unserer Überzeugung, dass eine lebenswerte Zukunft nur möglich ist, wenn die Wirtschaft den Menschen dient, engagieren wir uns für eine gerechte, demokratische, friedliche und ökologisch nachhaltige Weltwirtschaftsordnung durch Bildungs- und Aufklärungsarbeit mit Infoständen, Aktionen, Podiumsdiskussionen und Vorträgen, auch gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Wir treffen uns in der Regel jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr in Bensheim im Bierkeller in der Grieselstr. 50. Interessierte MitbürgerInnen sind herzlich willkommen, kommen Sie einfach vorbei oder senden sie uns eine Mail an bergstrasse@attac.de.

Willkommen auf der Webseite der Regionalgruppe Attac Bergstraße!

Seit einiger Zeit gibt es wieder eine Regionalgruppe Attac Bergstraße. Sie wurde im September 2011 in Lorsch neu gegründet, nachdem es früher schon einmal eine Regionalgruppe Bergstraße gab.

Unsere Gruppe hat momentan neun aktive Mitglieder überwiegend aus der Region Bergstraße. Näheres über uns könnt Ihr in der Rubrik Über uns nachlesen.

Wir treffen uns regelmäßig jeden 2. Dienstag im Monat ; wenn Ihr interessiert seid, schickt uns eine E-Mail an bergstrasse@attac.de. Ihr bekommt dann eine Einladung zum nächsten Treffen. Ihr könnt aber auch einfach zum nächsten auf unserer Webseite angekündigten Termin (siehe Termine) vorbeikommen.

Das nächste Gruppentreffen findet am Dienstag, 13.11.18 um  19:00 Uhr in Bensheim, Gasthaus Bierkeller in der Grieselstr. 50 statt.

 

Aktuelle Informationen sind unter Neuigkeiten und Termine zu finden.

 


Lesereise von Peter Wahl: Zehn Jahre Krise und kein Ende - Wege zur Demokratisierung der Finanzmärkte

 

 

Ort: Heppenheim Marstall - Amtshof
Uhrzeit:
Beginn 19:00 - ~21:00

Peter Wahl liest aus dem neusten Buch von Isabelle Bourboulon „Kommt der Finanzcrash 2.0?“ am 7.9.18 um 19 Uhr im Marstall im Amtshof in Heppenheim. Veranstalter sind der DGB Bergstraße und ATTAC Bergstraße.

Isabelle Bourboulon ist eine französische Journalistin mit dem Fachgebiet Wirtschaft und Unternehmen. Das französische Original erscheint im August 2018. Die Übersetzung stammt von Peter Wahl, weshalb er das Buch auf seiner Lesereise durch Deutschland vorstellt.

Die Finanzkrise 2008 war die schlimmste ihrer Art seit der großen Depression 1928 und wurde u.a. verursacht durch die vorausgehende Deregulierung der Finanzmärkte. Sie war in der Folge der Auslöser der Bankenrettungen, der Staatsschuldenkrise und der Euro-Krise und ist mitverantwortlich für die Umverteilung von unten nach oben und damit für das Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich. Die wenigen und mageren Reformen nach der Krise hatten geringe Wirkung. Inzwischen sind die EU und die Trump-Administration sogar wieder dabei, die Reformen zurückzudrehen. In allgemeinverständlicher Sprache werden Ursachen der Krise aufgezeigt und welche Schritte zur Vermeidung weiterer Krisen bisher unternommen wurden. Deren gesellschaftlichen Auswirkungen werden aufgezeigt.

Pollitische, soziale und demokratierelevante Dimensionen der Finanzwirtschaft werden beleuchtet. Ausführlich werden Alternativen zum „großen Kasino“ aufgezeigt. Dabei geht es um relativ einfach machbare Reformen, aber auch um weitreichende alternative Zukunftsvorstellungen für das Finanzsystem, das im Interesse der Allgemeinheit funktionieren sollte.


Peter Wahl ist Vorstandsvorsitzender der Nichtregierungsorganisation Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED). Er war 2001 Gründungsmitglied von ATTAC Deutschland. Er schrieb mehrere allgemeinverständliche Bücher, die sich kritisch mit dem Finanzsystem auseinander setzen.

Alle Interessierten sind eingeladen, den eintrittsfreien Vortrag zu besuchen.


Kino: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

In dem im Flyer angesprochenen Schreiben des Papstes Evangelii Gaudium sagt er auch:

"Die Finanzkrise, die wir durchmachen, lässt uns vergesssen, dass an ihrem Ursprung eine tiefe anthropologissche Krise steht: die Leugnung des Vorrangs des Menschen! ....

Während die Einkommen einiger Weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer witer entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit. Dieses Ungleichgewicht geht auf Ideologien zurück, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen. Darum bstreiten sie das Kontrollrecht der Staaten, die beauftragt sind, über den Schutz des Gemeinwohls zu wachen."

 

 


Wie geht Gerechtigkeit? Vortrag von Prof. Butterwegge mit anschließender Diskussion.

Prof. Butterwegge beobachtet seit vielen Jahren die sozialstaatliche Entwicklung in Deutschland und kritisierte früh in Zeitschriften, Interviews und Büchern die beständig größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich.      Er wird in seinem Vortrag über Alternativen zur aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik sprechen und dabei auch auf das Bedingungslose Grundeinkommen eingehen.

Donnerstag 26.7.18 um 19.00 im Bürgerhaus Kronepark in Auerbach, Darmstädter Str. 166

Zeitungsartikel im Bergsträßer Anzeiger vom 28.07


Im Schlaglicht

Was hat es mit der Finanztransaktionssteuer auf sich?

Einen kurzen, einprägsamen Spot dazu könnt Ihr hier ansehen ("Steuer gegen Armut" mit Heike Makatsch und Jan Josef Liefers auf YouTube).

Die Steuer (auch Tobinsteuer genannt) war die Kernforderung von Attac schon bei der Gründung. Manche mögen den Vorschlag damals nicht ernst genommen haben. Heute hält sogar die Bundesregierung dies für eine gute Sache und aktuell haben sich 11 Staaten der EU auf deren Einführung ab 2014 verständigt.

Trotzdem bleibt noch ein steiniger Weg, um sie europaweit oder gar international durchzusetzen, obwohl es sie z. B. sogar in China schon gibt (0,1%). 

Die Forderung von Attac, die Steuer zur Bekämpfung von Armut zu verwenden, wird wohl ohnehin so schnell nicht erfüllt werden. 

Wir müssen weiter dran bleiben – auch international; dafür sind wir ja in 50 Ländern vertreten.

Macht der Banken: Erschreckendes aus der "Anstalt"

"Neues aus der Anstalt" berichtete "Erwin Pelzig" im ZDF schon im November 2012. Wir sehen erstaunt und empört, wie "Erwin" an der Tafel entwickelt, welch filziges Dickicht nie geahnter personeller Beziehungen zur Politik und Beziehungen zu einflussreichen Organisationen sich um die weltgrößte – und offenbar auch einflussreichste – Bank "Goldman Sachs" rankt. Hier gehen einem die Augen über!

Unsere Position zum Thema "Trinkwasser"

Attac Bergstrasse hat sich eingehend mit dem Thema "Trinkwasser" befasst, insbesondere wenden wir uns gegen die vorgesehene Liberalisierung der Trinkwasserverordnung durch die EU. Zu diesem Thema hier unsere Stellungnahme, aus der in einem Bericht ("Sorge um Wasserqualität und -Preis") des "Südhessen Morgen" vom 14.03.2013 zitiert wird.

Auch die inzwischen angekündigte Nachbesserung der EU zur Trinkwasserverordnung verbessert die Lage nicht wesentlich. Nach wie vor gibt es Konstellationen, bei denen nach der Trinkwasserverordnung für die Kommunen bei der Vergabe einer Konzession ein Zwang zur Ausschreibung entsteht. Dann wäre eine Privatisierung eine mögliche Folge. Die Monitor-Sendung vom 14.03.2013 ("Wasserprivatisierung Marsch!") belegt dies mit Beispielen. 

Grundsätzlich meint Attac, dass Wasser als von der UNO verbrieftes Menschenrecht und das profitorientierte Geschäft mit Wasser als Wirtschaftsgut in einem erheblichen Gegensatz stehen, der in der EU nur dadurch abgemildert werden kann, daß Wasser völlig aus der sog. Dienstleistungskonzessionsrichtlinie der EU herausgenommen wird und somit ein Druck zur Privatisierung nicht mehr besteht. 

Wie sieht das die Bundespolitik (siehe Monitor-Beitrag)? Was die CDU angeht, beschließt sie auf ihrem Parteitag im Dezember 2012, wohl auch unter dem Eindruck der öffentlichen Meinung, die Richtlinie abzulehnen. Auch die CSU ist dieser Meinung. Die Regierung unter ihrer CDU-Kanzlerin ficht das nicht an und sie stimmt in Brüssel für die Richtlinie, obwohl sie diese im Ministerrat hätte stoppen können!

Zur Privatisierung der Trinkwasserversorgung gibt es europaweit eine Reihe von schlechten Erfahrungen. Beispielsweise mußten verzweifelte Bürger einer Gemeinde in Portugal nach dem Verkauf ihres Wasserwerks Preiserhöhungen von 400% hinnehmen! Krisenländer wie Portugal und Griechenland stehen unter dem Druck der EU, ihre Wasserversorgung zu privatisieren. 

Kürzlich war der "Tag des Wassers", ein Anlass auch für eine globale Sicht, wie sie Attac ja gerne einnimmt. Es gibt noch immer die schlimme Tatsache, daß 900 Mio. Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Auch wird der Wassermangel in vielen Teilen der Erde zunehmend unter Staaten zu einem Herd von Konflikten, deren Ausgleich eine wichtige Aufgabe der Politik ist.

 

Kritisches Aktionsbündnis "20 Jahre Tafeln"

Die wachsende Verbreitung der Tafeln im Land, auf die viele Arme dringend angewiesen sind, geht gleichzeitig einher mit kontinuierlichem Abbau des Sozialstaats. Das Aktionsbündnis meint, daß die Tafeln kein adäquates Mittel der Armutsbekämpfung sind, vielmehr ein Seismograf der Armut in einem reichen Land. Mehr zu dem Aktionsbündnis, seiner Darstellung und seinen Forderungen, die wir für berechtigt halten, hier

Banken und Sozialethische Geldanlagen

Durch die Banken- und Finanzkrise ist das Bewußtsein dafür gewachsen, daß Bankkunden ihr Geld nicht den Banken überlassen wollen, damit diese damit möglicherweise Spekulationsgeschäfte betreiben oder in Anlagen mit vom Kunden nicht gewünschten Beteiligungen investieren.
Anläßlich des Vortrags von Dr. Wolfgang Kessler vom 7. Mai gehen wir im Folgenden kurz auf alternative Möglichkeiten ein.
Dr. Wolfgang Kessler führte dazu in seinem auf Einladung von Attac gehaltenen Vortrag aus: "Wenn das Bankensystem wirklich den Menschen dienen soll, braucht es ein anderes Bewusstsein bei Banken und ihren Kunden. Banken müssen den Kunden genau sagen, wohin ihr Geld fließt. Wie das geht, zeigen bestimmte Institute schon heute. Sie beteiligen sich kaum an Spekulationen, bei ihnen können die Kunden bestimmen, ob ihre Ersparnisse erneuerbare Energien, mittelständige Unternehmen, Schulen und Kindergärten oder Altenprojekte finanzieren. Damit bieten Banken Sparern, Initiativen, Kirchengemeinden die Chance, mit ihrem Geld ihre Ideale zu fördern. Und diese Chance können alle nutzen: Es gibt inzwischen für alle Geldanlagen – ob Aktienfonds, Rentenfonds, Lebensversicherungen, bei Riester-Produkten oder anderswo – sozialethische Alternativen. Dort zu investieren, kann einiges verändern."

Dr. Kessler nannte dann als in dieser Hinsicht beispielhafte Geldinstitute GLS-BankUmweltbankEthikbankTriodos-Bank.Wir wurden weiterhin auf eine Möglichkeit aufmerksam, Geld – auch kleinere Beträge – sozial verantwortlich anzulegen. Dies bietet die internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit, die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern mit fairen Darlehen (Microkredite) unterstützt. Oikocredit unterhält in Deutschland regionale Förderkreise (z.B. Förderkreis Hessen-Pfalz). Informationen unter www.oikocredit.de.

Wir weisen in diesem Zusammenhang auch besonders auf die Bankwechsel-Kampagne von Attac "Krötenwanderung jetzt" hin. Dabei geht es auch um die Rolle verschiedener Banken in der Finanzkrise und die Tatsache, dass ein Großteil der Banken trotz der Finanzkrise mit ihren Rettungsaktionen so weitermacht, wie bisher. Umfangreiche Informationen zu Gründen, Alternativen, Vorgehen etc. findet Ihr unter dem Link zur Bankwechsel-Kampagne.

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