Umdenken - die Grenzen unseres Wachstums endlich ernst nehmen! 

Diese Forderungen müssen wir an die Politik, aber ebenso an uns selbst richten! Denn es gilt die Verschwendung in unserer Gesellschaft und die rücksichtslose Naturzerstörung zu beenden! Untrennbar ist damit die Verabschiedung von einem Wirtschaftsmodell verbunden, das auf der Armut anderer fußt und durch seine Wachstumsabhängigkeit unrettbar geworden ist. Diese Zusammenhänge beleuchten die Vorträge aus jeweils anderer Perspektive und wollen so dazu beitragen, dass ein notwendiger Umdenkprozess in unserer Gesellschaft stattfinden kann, der auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft auf dieser Erde ermöglicht.

Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lübeck.

Montag, 22.10. 2018     (102-053)          jeweils um 18:30-20:00 h
Montag, 12.11. 2018     (102-055)          (Eintritt 6,-€, erm. 4,50 €)
Montag, 14.01. 2019     (102-057)
Montag, 11.02. 2019     (102-059)

im Haus der VHS Lübeck, Falkenplatz 10


Vortrag am 22.10.2018

Wer entscheidet über unsere Zukunft?

Daniela Dahn, freie Journalistin und Autorin, Berlin

Ein zügiges Umsetzen der Klimaziele, Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, soziale Sicherheit und Gerechtigkeit - das sind zentrale gesellschaftliche Anliegen. Aber wie kann es sein, dass in vermeintlich demokratisch legitimierten Systemen sich solche grundlegenden Interessen so schwer oder gar nicht durchsetzen? Auf der Ebene der Regierungen tut sich praktisch nichts, das eine wirklich ernsthafte Umsetzung dieser Anliegen erkennen lässt.
"Haben wir den Staat, den wir verdienen? Wenn ja, ist uns nicht zu helfen.
Wenn nicht, wird es Zeit, die Sache in die Hand zu nehmen."


Vortrag am 12.11.2018

Verkehrspolitik als zentrale Arena des Kampfes um eine lebenswerte Zukunft

Dr. Winfried Wolf, Berlin, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, freier Autor, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac

Der anhaltende Boom von immer größeren Autos, Flugreisen, Containerschiffen oder Größenwahn-Projekten wie Stuttgart 21 macht deutlich: Das ausufernde Verkehrs- und Transportwesen spielt eine entscheidende Rolle bei den großen Klima-, Umwelt- und Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Um darauf mit verantwortungsvollen Alternativen antworten zu können, muss vor allem die enorme Blockierungsmacht der globalen Lobby der Auto-, Flugzeug- und Öl-Konzerne überwunden werden.
An erfinderischen Ideen, technischer Machbarkeit oder hilfreichen praktischen Erfahrungen gibt es keinen Mangel.


Vortrag am 14.01.2019

Die Klimakatastrophe als politischer und zivilisatorischer Weckruf

Prof. Josef Berghold, Lübeck, Sozialpsychologe, Universität Lüneburg, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac

Obwohl bereits 1988 bei der ersten UN-Konferenz zur Klimaerwärmung vor Folgen gewarnt wurde, die mit jenen eines Atomkriegs vergleichbar sind, steht der Klimaschutz drei Jahrzehnte danach fast schon auf verlorenem Posten. Um die jetzt noch bleibenden Chancen nutzen zu können, kommen wir um eine große Herausforderung nicht mehr herum: "Systemwandel statt Klimawandel". Wir müssen unser System der endlosen kapitalistischen Geldvermehrung, des Raubbaus an Mensch und Natur und des egozentrischen Konsumdenkens radikal infrage stellen und uns mit aller Konsequenz um solidarische, verantwortungsvolle und ökologisch tragfähige Alternativen bemühen.


Mo, 11.02., 18:30-20:00

Vom ökologischen Ablass zur Wirtschaft ohne Wachstum

Prof. Niko Paech, Universität Siegen, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac

Nie wurde mehr über Nachhaltigkeit gesprochen und gleichzeitig mit wachsender Tendenz das Gegenteil praktiziert. Erst mit der Überwindung dieses Widerspruchs wird der Weg in die Postwachstumökonomie frei. Von der Überwindung des Wachstumsdogmas hängt die Zukunft der menschlichen Zivilisation ab.


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